Freitag, 1. März 2013

Filmkritik ‚ Broken City’ (Thriller) mit Mark Wahlberg, Russell Crowe und Catherine Zeta-Jones




Genre:
Thriller.

Inhalt:
Der Cop Billy Taggart (Wahlberg) steht vor Gericht, weil er den Mörder und Vergewaltiger einer jungen Frau hingerichtet haben soll. Sein Chef bittet Nicholas Hostetler (Crowe), den Bürgermeister von New York, um Hilfe. Hostetler gelingt es, Beweismaterial gegen Taggert verschwinden zu lassen, so dass die Tötung des jungen Schwarzen vom Gericht als Selbstverteidigung beurteilt wird. Taggert muss jedoch den Polizeidienst quittieren, um die öffentliche Meinung zu besänftigen.
Sieben Jahre später arbeitet Taggert mit mäßigem Erfolg als Privatdetektiv, als der Bürgermeister ihn zu sich ruft. Er beauftragt Taggert, seine Frau (Zeta-Jones) zu überwachen, weil er sie einer Affäre verdächtigt. Taggert soll ihm für eine stattliche Summe die entsprechenden Fotos als Beweis liefern. Der Ex-Polizist fühlt sich dem Bürgermeister verpflichtet, zudem braucht er das Geld, deshalb sagt er zu.

Taggert ermittelt, dass sich die Ehefrau des Bürgermeisters mit dem Wahlkampfmanager seines Gegners bei der anstehenden Bürgermeisterwahl trifft. Taggert gibt dem Bürgermeister widerstrebend die Fotos. Wenig später wird der Wahlkampfmanager ermordet.

Taggert ermittelt daraufhin auf eigene Faust, weil er den Bürgermeister in Verdacht hat. Als er den wahren Grund für den Mord herausfindet, gerät er selbst ins Fadenkreuz der Täter.

Kritik:
Regisseur Allen Hughes hat mit Wahlberg und Crowe ein Top-Duo für die Lead-Rollen seines Thrillers gewinnen können. Auch das Thema – eine Schmutzschlacht anlässlich der Bürgermeisterwahl in Amerikas Geldhauptstadt, bei der es um die Kleptokratie der politischen Kaste geht, hat Potenzial und passt in die Zeit – Occupy lässt grüßen. Wahlberg und Crowe spielen ihre Rollen glaubwürdig und empathisch, auch wenn die Charakterzeichnung vergleichsweise oberflächlich bleibt. Deutliche Schwächen hat dagegen das Drehbuch. Der Plot bleibt ausgesprochen konventionell, die Storyline ist vorhersehbar und lässt überraschende Twists und Zwischenhöhepunkte vermissen. Selbst die Klimax bleibt eindimensional. Wertewandel finden nicht statt: die Guten bleiben gut und der Antagonist ist einseitig negativ besetzt. Das Potenzial des Themas, das einen intelligenten, politisch und sozial verankerten Thriller erwarten lässt, wird nicht ausgeschöpft. Die Schauspieler sind durch ihre eindimensionalen Rollen klar unterfordert. Was Zeta-Jones bewogen hat, ihr blasses Mini-Röllchen anzunehmen, bleibt rätselhaft. Sie hätte einen (inhaltlich) starken weiblichen Gegenpart zum korrumpierten Bürgermeister abgeben können, stattdessen wird sie zum hübschen Hingucker. Einen Plot nur durch Männer vorantreiben zu lassen, ist selbst im Thrillergewerbe nicht mehr up to date und verschenkt Spannung und Tiefe.
Der Film ist nicht wirklich schlecht, Thrillerfeeling wird durchaus transportiert, aber bei dieser vielversprechenden Ausgangslage ist das einfach nicht genug. Schade!

Fazit:
Wahlberg und Crowe ziehen den mageren Plot auf ein ‚ansehbares’ Niveau. Einen cleveren Politthriller, in dem Gut und Böse ihre Rollen changieren und in der Tiefe ausloten, sollte man jedoch nicht erwarten. Es reicht für Unterhaltung auf gehobenem Tatortniveau. Der Film wird sicher bald den Weg in die filmische Zweit- und Drittverwertung (DVD/TV etc.) antreten, so dass man auch ohne teures Kinoticket in den Genuss von Wahlberg und Crowe kommen kann.

Meine subjektive Bewertung:
2 Sterne von max. 5.

IMBD-Bewertung:
Aktuell 5,50 von max. 10 - ein unterdurchschnittlicher Wert angesichts des Staraufgebots.

Anm.: Die Synchro kann ich nicht bewerten, da ich den Film in den USA im Original gesehen habe.








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Bild-Quelle Wahlberg: wikipedia.de; http://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AMark_Wahlberg_2%2C_2012.jpg; Mark Wahlberg at the Contraband Movie Premiere in Sydney 2012; Fotografin:  By Eva Rinaldi (Mark Wahlbergcc) [CC-BY-SA-2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons

Bild-Quelle Crowe: wikipedia.de; http://commons.wikimedia.org/wiki/File%3ARussellCroweOct05.jpg; Fotografin: Caroline Bonarde Ucci [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC-BY-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0)], via Wikimedia Commons

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