Freitag, 26. April 2013

Filmkritik – ‚The Call’ (Leg nicht auf) mit Halle Berry


Genre:
Thriller.

Inhalt:
Jordan Turner arbeitet als Notruf-Operator für das LAPD. Eines Nachts erhält sie den Anruf eines jungen Mädchens namens Leah Templeton, die zu Hause Opfer eines Überfalls ist. Es gelingt ihr, sich unter dem Bett zu verstecken, aber als die Verbindung unterbrochen wird, betätigt Jordan die Rückruftaste und das Anrufsignal führt den Täter zu seinem Opfer, das getötet wird. Jordan erleidet einen emotionalen Zusammenbruch und arbeitet fortan als Lehrer für angehende Notruf-Mitarbeiter.
Während Jordan neben ihr steht, erhält eine junge 911-Mitarbeiterin den Handy-Anruf eines Mädchens namens Casey Welson, das sich nach einer Entführung im Kofferraum eines Wagens befindet. Die Mitarbeiterin ist überfordert und bittet Jordan, den Anruf zu übernehmen. Sie willigt widerwillig ein. Alle Bemühungen, den Aufenthaltsort des Wagens zu ermitteln, schlagen fehl. Schließlich holt der Entführer Casey aus dem Kofferraum, entdeckt das Handy und macht eine Bemerkung, der Jordan überzeugt, dass beide Fälle zum gleichen Täter führen. Die Verbindung bricht ab.
Die Polizei findet einen Fingerabdruck, den sie einem Namen - Michael Foster -zuordnen kann. Sie fahren zum Haus des Täters und treffen dort nur seine Familie an, erfahren aber, dass es ein früheres Haus gab, das anbrannte. Die Polizei fährt zum mittlerweile nicht mehr stehenden Haus, findet aber keinen Hinweis auf den Täter.
Jordan ist aufgrund eines Hintergrundgeräusches während des Telefonats trotzdem davon überzeugt, dass der Täter sich beim alten Haus aufhält. Sie macht sich selbst auf die Suche nach dem Täter und seinem Opfer.

Fazit:
The Call ist ein simpel konstruierter, aber äußerst effektiver Thriller. Die Tatsache, dass Jordan durch das Handy nah dran ist am Opfer, aber dennoch weitgehend hilflos ist, erzeugt eine hohe Spannung. Hinzu kommt die klaustrophobische Atmosphäre im Kofferraum, die sehr gut das Gefühl des Gefangenseins transportiert. Auch wenn die Charaktere verhältnismäßig flach bleiben, entsteht Empathie und Sorge um das Opfer. Schauspielerisch bietet der Thriller wenig Entfaltungspotential – eine positive Ausnahme bietet der wahnsinnige Killer, der von Michael Eklund exzellent verkörpert wird. Das Ende ist leider zu konventionell geraten. Da in Hollywood nur noch Drehbücher mit sog. ‚starken Frauen’ vermarktbar sind, ist klar, wer wen am Ende dominiert. Gesellschaftlich ist das natürlich verständlich – die Vorhersehbarkeit ist für den Kinobesucher weniger berauschend. Insgesamt ist ‚The Call’ dennoch ein gelungener Thriller, den man sich unbedingt ansehen sollte.

Subjektive Bewertung:
3-4 Sterne (von max. 5).

IMBD:
Aktuell 6,7 (von 10), ein guter Wert.


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Bildquelle: wikipedia; This file is a work of a sailor or employee of the U.S. Navy, taken or made as part of that person's official duties. As a work of the U.S. federal government, the image is in the public domain.

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